In dem durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW geförderten Projekt kaleidoskop heimat querbeet geht es um eine inhaltliche und emotionale Auseinandersetzung mit dem Begriff „Heimat“.
Heimat ist ein komplexes Zusammenspiel differenter Erfahrungen, so können eine Landschaft, die Stadt, bzw. das Viertel, in dem wir leben oder eine Gemeinschaft, eine bestimmte Kultur, die Religion und die Familie als Heimat empfunden werden, genauso wie Klänge, Gerüche, Geschmack und Farben.
Der Kunstverein ReDo e.V. entwickelt hierzu mit Blick auf die aktuellen Einschränkungen, die insbesondere den Kulturbetrieb betreffen neue Formate. Dabei wird weitestgehend auf die Momente der Unmittelbarkeit verzichtet. Uns ist bewußt, dass ins Netz gestellte Inhalte die Erlebnisse der analogen Begegnung nicht ersetzen, aber wir versuchen einen neuen Platz für Austausch und Kommunikation freizugegeben. Es ist ein Platz, der keine physische Anwesenheit einfordert, und darin liegt sein Potenzial.
Mit unseren verschiedenen Kreativ-Workshops versuchen wir auf eine neue Art Menschen miteinander in Verbindung und damit aus der Isolation zu bringen.
Es geht uns auch um mehr Teilhabe und Vielfältigkeit in der Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat.
Denn in Zeiten der Coronakrise erhalten dadurch vielleicht mehr Menschen digitalen Zugriff auf unser Projekt.
In diesem Sinne sind unsere Quarantäne-Werkstätten und digitalen Treffen weiterhin geöffnet für Interessierte, die sich mit dem Thema "Heimat" auseinandersetzen wollen.
Wir freuen uns auf spannende Aspekte, die in medial unterschiedlicher Weise realisiert hier präsentiert werden.


In diesem Workshop entstanden individuelle Erinnerungsalben zum Thema Heimat.
Genau wie das vielseitige, vielschichtige Wort “Heimat”, bot ein selbst zu gestaltendes Buch zahlreiche Möglichkeiten des kreativen Ausdrucks.
Die meist älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihrer großen Lebenserfahrung verstanden den Begriff nicht nur als Geburts- oder aktuellen Wohnort, sondern auch als einen Ort der Erinnerung mit besonderen Gerüchen und Geschmäckern. Es entstanden Alben, in denen Fotos bearbeitet, Skizzen und Malereien gemacht, Collagen zusammengestellt und sogar Rezepte aufgeschrieben wurden. Die Beschäftigung mit der Arbeit und zwangsläufig auch mit der jeweiligen Lebensgeschichte regte zum Austausch über den Heimatbegriff an, wodurch neue Perspektiven beleuchtet wurden. So gab es einzelne Teilnehmende, welche den Begriff z.B. auf zwei Orte anwendeten, andere wiederum eine eher abstrakte Form des Ausdrucks bevorzugten, welche insbesondere nahestehende Personen oder Gruppen in den Fokus setzten. Verschiedene Teilnehmende nutzten zusätzlich die Gelegenheit einzelne Themenbereiche anschließend auf Leinwand festzuhalten und diesen dadurch eine besondere Gewichtung zu geben.
So individuell die Werke der Teilnehmenden auch sind, so haben diese Menschen eines gemeinsamen, sie verbindet eine große Liebe zu ihrem aktuellen Lebensmittelpunkt, ihrer Heimat, dem Ruhrgebiet
DROHNENFLÜGE mit Erwin Wiemer
Erwin Wiemer, Medienkünstler, Fotograf und Kameramann
Erwin Wiemer leitet die kamerabestückten Drohnenflüge.
Wie sieht das Bekannte, die Heimat von oben aus?
Ungewöhnliche Perspektiven ermöglichen einen neuen Blick.


FOTOGRAFIE mit Rainer Lange
Im Rahmen des Projektes wurden zur Betrachtung des Themas „Heimat“ aus fotografischer Sicht zwei in Herten bestehende Fotogruppen angesprochen.
Das „TELE-TEAM-HERTEN“, eine im Deutschen Verband für Fotografie (DVF) organisierte Fotogruppe, die seit 1971 besteht und bei vielen nationalen und internationalen Fotowettbewerben aktiv und erfolgreich ist.
Ferner „Die Baustellenspäher“, eine kleine Fotogruppe, die sich 2012 zusammengefunden hat, um den Wandlungsprozess auf dem Zechengelände desehemaligen Bergwerks Schlägel & Eisen fotografisch zu dokumentieren und die danach weitere Dokumentationsprojekte umgesetzt hat.
In einem ersten Schritt wurden die Teilnehmer gebeten, spontan eines ihrer Fotos auszuwählen, das sie mit dem Begriff „Heimat“ verbinden und mit einem kurzen Statement ihre Auswahl zu begründen.
In einem zweiten Schritt sollen sich die Teilnehmer dann intensiver mit dem Heimatbegriff auseinandersetzen und auf Basis dieser Reflexion weitere Fotos zur Verfügung stellen. Dabei wird zu beobachten sein, ob – und wenn ja, wie – sich der Blick auf die Dinge verändert.
Die entstandenen Fotos samt Statements werden zunächst auf der Webseite des Projektes präsentiert; zum Jahresende 2021 ist eine Ausstellung in Aussicht genommen.
Kreativwerkstatt mit Cornelia Veit
Die Kreativwerkstatt bietet künstlerisches Arbeiten an.
Zeichnung, Scherenschnitt, Landartobjekte und Arbeiten mit Ton sind möglich.
Mitmachen können sowohl Künstler als auch kunstbegabte Laien,
Jugendliche und Kinder.


Heimat-Bäume mit Wolfgang Seidel
Wolfgang Seidel, Initiative STADT.KUNST in Herten
Wolfgang Seidel moderiert die Intervention HEIMAT - BÄUME.
PRESSESTIMMEN
Tina Brambrink in der Recklinghäuser Zeitung vom 8.Februar 2022

